Und wenn es die Chance deines Lebens ist?

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Und wenn es die Chance deines Lebens ist?Caroline Vermalle
Lübbe Verlag
978-3-431-03884-2
12,00€

Frédéric hat alles, was er braucht zum Leben. Einen gut bezahlten Job, eine tolle Wohnung im Herzen von Paris und er ist Kunstsammler. Nur auf eine Familie hat er verzichtet. Vor langer Zeit hat er den Entschluss gefasst, niemals eine Familie zu gründen.
Als Frédéric sieben Jahre alt war ist sein Vater kurz vor Weihnachten gegangen und nie wieder nach Hause gekommen. Seine Mutter hat ihm erzählt, das er wegen einer ganz schlimmen Sache ins Gefängnis musste. Alles was Frédéric geblieben ist, sind seine guten Erinnerungen und die Liebe zur Kunst. Sein Vater hat Kalender entworfen, die mit Bildern berühmter Künstler, vor allem Impressionisten hat er am meisten gemocht. Als Frédéric älter wurde hat er die Versuche seines Vater, Kontakt zu ihm aufnehmen abgeblockt. Welches Verbrechen sein Vater auch begangen haben mochte, Frédéric wollte seine Kindheitserinnerungen mit nichts trüben. Er verzichtet gern auf die Schmerzen, die Nähe und Zuneigung zufügen können.

Er lebt sein Leben, ganz so, wie er es sich vorgenommen hat. Er ist ein erfolgreicher Scheidungsanwalt in der High Society und hat sich auch von seiner Verantwortung und von der Nähe zu seiner Freundin Marcia gelöst, indem er sie verlassen hat, weil sie eine Familie gründen wollte und schwanger geworden ist.
Aber hinter seiner zufrieden Fassade liegen auf dem Telefontisch in seiner Wohnung Mahnungen und unbezahlte Rechnungen auf einen großen Stapel.
Eine überraschende Erbschaft macht Frédérics mehr oder weniger gut sortiertes Leben zum Hürdenlauf. Er hofft natürlich auf Geld, damit er seine Schulden abbauen kann, vor allem die, die vor kurzem durch den Erwerb eines teuren Sisley entstanden sind. Doch alles, was der Notar ihm bieten kann ist ein Kistchen mit einer Zugfahrkarte, einer Bootsfahrkarte, einer Eintrittskarte für das Wohnhaus dem Impressionisten Claude Monet und eine Eintrittskarte für das Musée d’Orsay. Und eine gezeichnete Schatzkarte.
Der enttäuschte und wütende Frédéric kehrt nach Hause zurück, wo so langsam sein Leben wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Das einzige, was ein bisschen Hoffnung bringt ist die Suche nach Fabrice Nile, der ihm das Kästchen mit den Karten vermacht hat. Er beauftragt seine persönliche Assistentin Pétronille sich auf die Suche nach Informationen über Monsiuer Nile zu machen. Er nennt ihr auch den Namen seines Vaters, das er glaubt, es besteht eine Verbindung zwischen den beiden.

So machen sich Pétronille – mit Hilfe der ihr genannten Namen- und Frédéric -mit Hilfe der Schatz- und Eintrittskarten- auf die Suche.
Was sie finden ist eine bewegende Geschichte aus Frédérics Vergangenheit. Dabei begegnet Pétronille der Liebe en „coup de foudre“ und Frédéric erkennt so langsam, wofür es sich zu Leben lohnt.
Beide machen die Entdeckung wahrer Freundschaft, Zusammenhalt, einer unerlaubten versteckten Liebe und eines Missverständnisses, dass man hätte beheben können.
Frédéric findet seinen Vater, dass ist dem Leser fast von der ersten Seite an klar. Er ist todkrank, liegt im Sterben. Für Frédéric und seinen Vater hält das Leben keine Chance mehr in der Hinterhand, aber Frédéric weiß, dass es noch eine Beziehung gibt die er retten kann. Der seiden Faden der Chance des Lebens. Wie oft hat man schon die Möglichkeit, diesen zu ergreifen.

Ich habe schon die beiden vorhergehenden Romane von Caroline Vermalle gelsen und muss sagene, beide waren im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernd.
Und wenn es die Chance deine Lebens ist steht diesen beiden in keinem Punkt nach. Ganz anders, dieses Buch hat mich so richtig berührt. Ich habe es an einem Tag verschlungen und habe große Lust, es schon wieder zu lesen. Es ist ein kluger, berührender aber auch amüsierender Roman. Es ist fantastisch, wie jeder Pinselstrich eines Original-Monets.
Frédéric und Pétronille sind zwei Menschen, ihr Leben lang auf der Suche nach dem Glück. Durch Zufall kommen sie zusammen und machen die Entdeckung ihrer wahren innersten Gefühle.
Im Laufe der Geschichte brechen ihre Herzen auf.
Ein Buch das glücklich macht.

Noch drei Worte: Je suis heureux!

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Claude Monet – Die Elster

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