Teufelsbande

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Andreas Franz/ Daniel Holbe
Teufelsbande
Knaur Taschenbuch Verlag
978-3-426-51357-6
9,99€

Julia Durant wird am frühen Sonntagmorgen durch das Klingeln ihres Handys geweckt. Auf der Kaiserleibrücke, einem wichtigen Verkehrsträger steht ein brennendes Motorrad mit Fahrer. Als Durant am Tatort eintrifft, findet sie dort nicht nur eine gefesselte Leiche auf dem verbrannten Motorrad vor sondern auch einen alten Bekannten: Peter Brandt, Kriminalkommissar aus Offenbach.
Die Kaiserleibrücke führt mit der A661 von Frankfurt nach Offenbach und damit überschneiden sich die Ermittlungsgebiete bei der Kommissariate. Eine relativ verzwickte Situation für Durant und Brand, die sich im Großen und Ganzen gut leiden können, aber Sticheleien über die verfeindeten Städte bleiben natürlich nicht aus.

Die Ermittlungen laufen mühsam an. Die Kommissare finden heraus, dass der Tote, Martin Kohlberger, ein hohes Tier in einem Motorradclub war und machen seine Schwester ausfindig.
Dann gibt es zweiten Mord. Kohlbergers größter Feind Johannes Grabowski wird aus nächster Nähe ermordet. Das passt zuerst nicht zu dem ersten Mord. Trotzdem hat die Polizei Angst, dass sich der Fall zu einem richtigen Bandenkrieg zwischen den verfeindeten Bikerclubs hochschaukelt. Denn dann müssten die Kommissare den Fall ans Landeskriminalamt abtreten, aber die Aufklärung wollen sie sich auf keinen Fall nehmen lassen.
Durant und Brandt ermitteln in die verschiedensten Richtungen ohne wirklich einen Schritt weiterzukommen. Die Mitglieder der Clubs hüllen sich in Schweigen.

Tatsächlich entwickeln sich beide Morde in verschiedene Richtungen.
Der kaltblütige Mord an Grabowski wird schnell durch einen Zeugen aufgeklärt.
Aber die Sache mit Kohlberger ist verwickelter. Die beiden Kommissare müssen sogar in den eigenen Reihen nachforschen.
Als schließlich klar ist, wer Kohlbergers Mörder ist, stoßen sie auf einen verzweifelten Mörder, der Rache schwor, nachdem seine Frau vor viel Jahren bei einem Unfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl saß und schließlich starb.

Für eine unerfahrene Krimi-Leserin wie mich, war es ein angenehmer Roman, nicht zu gruselig, aber doch mit einem sehr interessanten Thema.
Es gibt sehr viele Personen im Verlauf der Geschichte, aber das ist sicher normal durch die Ermittlungsarbeiten.
Schreibtechnisch hat mich das Buch nicht überzeugt, aber irgendwie hat der Autor es geschafft, dass ich am Ende sogar einen Funken Mitleid mit dem Mörder hatte.
Positiv überrascht hat mich auch, dass man beide Kommissare auch als Quereinsteiger in die Serie sehr gut kennengelernt hat.
Ich glaube, der Krimi ist ein sehr gutes Buch für Frauen mittleren Alters, die gern auch mal beim Tatort ein bisschen mitermitteln. Obwohl ich damit nicht sagen will, dass ich nicht mal wieder etwas über Julia Durant lesen würde…

Andreas Franz war und ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Deutschlands. Schon mit seinem ersten Julia-Durant-Krimi erregte er Aufsehen. Durch seine besonders guten Kontakte zur Polizei sind seine Krimis sehr überzeugend. Er starb im März 2011.

Daniel Holbe ist von Krimis rund um Frankfurt, seine Heimat, schon lange begeistert. Er wurde Andreas-Franz-Fan und schließlich bekam er vom Verlag das Angebot sich an einem Projekt des verstorbenen Autors zu versuchen. Daraus entstand Todesmeldodie und die Reihe um Julia Durant wird auch nach Franz‘ Tod weitergehen.

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