Als Gott ein Kaninchen war

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Allgemeines:

Titel: Als Gott ein Kaninchen war
Autor: Sarah Winman
Originaltitel: When God was a rabbit
ISBN: 978-3-8090-2612-9
Verlag: Limes
Erscheinungsdatum: 26. März 2012
Preis: 18,99€
Genre: Roman

Inhalt:

Elly und Joe wachsen in ihrer eigenen Welt auf; als Außenseiter werden sie zusammengeschweißt, das Band zwischen den Geschwistern ist untrennbar. Als ihre Eltern eine Frühstückspension in Cornwall eröffnen wollen, wird Ellys Welt zum ersten Mal aus den Fugen gerissen. Sie hält sich an ihrem Bruder fest, und an Gott, einem weißen Kaninchen. Sie muss ihre seltsame beste Freundin Jenny Penny zurücklassen, ohne zu wissen, ob sie sie jemals wiedersieht. Aber auch die Verbindung der beiden Mädchen bleibt über die Jahre bestehen, bis sie auf eigenartige Weise wieder zusammenfinden.
In Cornwall ist nur zu Beginn alles so schlimm, wie es den Anschein hatte. Elly und Joe werden wieder zu Außenseitern an der neuen Schule und Joe, mitten in der Pubertät, muss versuchen mit dem Anderssein und seiner Sexulaität umzugehen. Doch die Lebenslust kommt mit Arthur, der zum Dauergast der Frühstuückspension von Ellys und Joes Eltern wird. Mit ihm kommt seine Schwester Ginger, die vor allem für Joe zur bezugsperson wird: „Er war wie Ginger geworden. Man musste sein Tun interpretieren, denn es wurde selten von Worten begleitet, weil seine Welt eine stille Welt war; ein abgekoppelter, gebrochener Ort.“ Die Familie wird komplettiert mit Nancy, der berühmten, verrückten Tante von Elly, die heimlich in deren Mutter verliebt ist.
Doch dann geht Joe, beendet die Schule in London und zieht nach New York. Das enge Band der beiden bleibt, doch beginnt in Elly das Gefühl aufzusteigen, Joe immer mehr zu verlieren. Joe war immer da und hat sie beschützt, doch mit einem einschlägigen Ereignis ist es schließlich an Elly sich um Joe zu kümmern und ihn zu retten…

Aufbau, Schreibstil, Perspektiven

Der Roman ist in zwei Teile gegliedert, zuerst: Ellys Kindheit, sie erzählt ihre Geschichte und die Geschichten derer, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen. Der zweite Teil ist die Gegenwart, Ellys Erwachsenenleben. Sie ist 27.
Der Schreibstil ist anfangs wirklich gewöähnungsbedürftig, aber wenn man erstmal verstanden hat, was Elly für ein Kind ist und was sie prägt, ist der Stil passend zur Geschichte. Was ich etwas als störend empfand, waren die vielen Brüche im Text, wenn der Handlungsstrang abbrach und eine neue, andere Passage mit völlig neuem Inhalt kam. Im Nachhinein aber lobenswert, weil man auch wirklich anfängt über das vorher geschriebene nachzudenken.
In beiden Teilen des Romans ist Elly in der Gegenwart. Sie verändert ihre Denkweise als Frau wenig im Vergleich zum Grundschulkind. Sie ist nicht vernünftiger geworden, man hat im zweiten Teil des Romans das Gefühl, Elly ist in der Zeit stehengeblieben, was aber damit zu tun hat, dass sie ihren Bruder auf eine sehr weiter Entfernung losgelassen hat und auch nach dem Tod von Gott niemanden außer den alten Arthur hat, der sie versteht.

Meine Meinung
Elly ist ein komplizierter Charakter.
Das Buch hat tiefe Gefühle geregt, ich musste abwechselnd lachen und mir die Tränen verdrücken. Es lässt tief blicken in dem Umgang mit Katastrophen, mit Liebe, Gefühlen, Missgeschicken.
Nach der letzten Seite aber wird klar: es geht vor allem um die Liebe, die Liebe in all ihren Facetten und Farben.

Fazit
Ein gelungener Roman, vom Prolog bis zum letzten Satz. Unbedingt empfelehndswert, wenn man mal wieder etwas Tiefsinniges braucht. Elly ermöglicht einen neuen Blickwinkel auf die Welt.

Autorin
Sarah Winman ist in der Grafschaft Essex aufgewachsen und lebt heute in London. Hauptberuflich ist sie Schauspielerin. Nach ihrer Ausbildung trat sie vornehmlich im Theater auf, spielte jedoch auch in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen mit. Als Gott ein Kaninchen war ist ihr erster Roman. (Quelle: http://www.randomhouse.de)

Leseprobe!

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